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Green Car Reports

Auf der kalifornischen Seite greencarreports.com finden Sie viele Neuigkeiten aus Wissenschaft und Technik sowie Hintergrundinfos zu "grünen" Fahrzeugen, die man sonst nicht so leicht findet.

Vor kurzem kam zum Beispiel eine Meldung über einen elektrischen Harley-Davidson-Prototyp.

Tadeusz, am 18.07.2014

Tempo 30 in der Stadt

Von der Autolobby reflexartig als "Schikane" bezeichnet, ist Tempo 30 in der Stadt in der Tat keine Verkehrsbehinderung. Eine Fahrt mit 30 km/h wird von Autofahrern oft als "langweilig" bezeichnet. Sachliche, belastbare Argumente gegen Tempo 30 sucht man dagegen vergeblich.
Tempo 30 als Regel statt Ausnahme hat viele direkte und indirekte Vorteile. Die Möglichkeit, wichtige Durchgangsstraßen weiterhin mit 50 km/h auszuschildern, bleibt davon unberührt.
Schon heute gilt Tempo 30 auf mehr als der Hälfte der Straßen vieler Großstädte - in München z.B. gilt für 80 Prozent der Straßen die "Ausnahmeregel" 30 km/h. Es wäre also folgerichtig, Ausnahme und Regel umzukehren, 30 km/h als Regelgeschwindigkeit innerorts festzulegen und in begründeten Fällen Tempo 50 zuzulassen.

Sicherheit
Bei Tempo 30 passieren nicht nur weniger, sondern auch weniger schwere Unfälle. Eine Langzeitstudie aus London zeigt: Bei Tempo 20 (Meilen pro Stunde, entspricht 32 km/h) sinkt die Opferzahl um über 40 Prozent.
Anschauliches Beispiel: rennt ein Kind 15 m vor einem Auto auf die Straße, so bleibt der 30 km/h fahrende PKW vor dem Kind zu stehen. Bei 50 km/h ist der Reaktionsweg länger als der gesamte Anhalteweg bei 30 km/h - das Auto erfasst das Kind mit fast ungebremsten 50 km/h. Lt. Statistik sterben 80 Prozent aller mit 50 km/h angefahrenen Fußgänger.
Siehe auch: Langzeitstudie aus London.

Luftqualität
Bei Stop and Go ist die Abgasmenge u.U. schlechter als bei fließendem schnellerem Verkehr. Deshalb führt eine Einschränkung der Geschwindigkeit nicht automatisch zu einer Luftverbesserung - ein häufiges Argument gegen Tempo 30. Für die Luftqualität ist gleichmäßige Geschwindigkeit wichtiger als Tempolimit. Deswegen ist die Straßengestaltung so zu planen, dass bei Tempo 30 optimal fließender Verkehr möglich ist.

Lärmschutz
Tempo 30 bedeutet im Vergleich zu 50 eine Halbierung des Lärms (etwa 3 dB, auf Pflaster bis zu 6 dB). Was aber mehr wiegt als messbare Mittelwerte, sind die Spitzenwerte bei plötzlichem Anfahren mit Vollgas - eine Plage für Gäste an Cafetischen besonders Freitag abends. Diese Spitzenwerte sind in 30-Zonen seltener als an Ampeln bei denen von 0 auf 50 beschleunigt werden darf.

Straßenraumplanung
In 30-Zonen werden keine Ampeln und keine Radwege benötigt. In der nördlichen Bahnhofstraße würde das bedeuten: Doppelte Breite für Fußgänger, keine Konflikte mit schnell fahrenden Radfahrern, mehr Platz für Cafetische und Auslagen, leichtere Erreichbarkeit der Geschäfte auf der anderen Straßenseite. Das Zusatzschild "Radfahrer frei" würde langsam Radelnden erlauben, weiterhin auf dem Gehweg zu fahren.
Und eine der größten Gefahrenquellen für den Radverkehr - der viel zu enge Radweg in der Bahnhofstraße - würde endlich entschärft.

Verkehrsfluss
Ein stetiger Verkehrsfluss bei 30 km/h bringt oft schneller ans Ziel, weil die Geschwindigkeitsunterschiede geringer sind. Würde ein Auto durchgehend die nördliche Bahnhofstraße zwischen Stuttgarter Straße und Bahnhof mit 50 km/h fahren, hätte es theoretisch maximal ca. 30 Sekunden gespart. Auf diesem Abschnitt ist aber eine Fahrt mit mehr als 30 km/h tagsüber sowieso fast nie möglich. In der Realität bringen die Versuche, wenigstens einige Meter schneller zu fahren, keine zeitlichen Vorteile, dafür aber viel Unruhe, Behinderung und Gefährdung des Verkehrs.

Fazit
Eine gute Planung vorausgesetzt (v.A. Vermeidung von Schleichverkehr in umliegenden Wohnstraßen), ist Tempo 30 eine kostengünstige Methode, den Straßenraum aufzuwerten, Sicherheit und Lebensqualität zu verbessern und das Ladensterben in der Innenstadt aufzuhalten.

Natürlich gehört dazu auch die Durchsetzung der Neuregelung. Hier ist die Polizei gefordert, erzieherisch und kontrolllierend einzugreifen. Der Kostenfaktor kann dabei nicht als Ausrede für nicht durchgeführte Kontrollen herhalten - die eingenommenen Strafgelder können die nötigen Personalkosten decken. Diese sind im Vergleich zu Unfallkosten sowieso minimal.

Die neue Politik der Landesregierung erlaubt Kommunen, vermehrt Tempo 30 einzuführen. Wo früher das Regierungspräsidium Tempo 30 mit einem einzigen Argument (Druchgangsstraße) ablehnen konnte, werden heute die Beschränkungen bei gegebenen positiven Argumenten (meistens Sicherheit, aber auch Lärmschutz) viel eher genehmigt, wie z.B. auf der B31 im Bodenseekreis.


Tadeusz, am 03.01.2013

Thema des Jahres 2010

Das Thema des Jahres 2010 war (und ist immer noch) natürlich das Projekt Stuttgart 21. Der VCD war mit seinem Konzept K21 von Anfang an in der Koalition der S21-Gegner dabei.

Auch unsere Fellbacher Aktiven mischten im Kampf für dem Eerhalt des pünktlichsten Bahnhofs Deutschlads (Stiftung Warentest) kräftig mit, weswegen andere Themen nicht so intensiv bearbeitet werden konnten, wie sie es verdienen.

Für das Thema S21 haben wir zusammen mit einigen weiteren Organisationen im Rems-Murr-Kreis ein Bündnis gegründet und eine gesonderte Homepage eingerichtet.

Bündnis Rems-Murr gegen S21

Tadeusz, am 04.04.2011

Auch Kleinvieh macht Mist

"Was kann ich allein schon bewirken?" fragen jeden Tag Millionen.

Dass es sich durchaus lohnt, kleine, keineswegs weltbewegende Probleme, bei der Stadtverwaltung zu melden, zeigen die folgenden zwei Beispiele. Auch Kleinigkeiten können nervend sein...

Beispiel Fußgängerampel Fellbacher Straße / Charlottenstraße in Schmiden vor einigen Jahren: die Ampel schaltet auf rot, die Autos aus Oeffingen halten vor dem Übergang und blockieren damit die Ausfahrt aus der Charlottenstraße. Ein Anruf bei der Stadt mit dem Vorschlag, die Haltelinie vor der Kreuzung zu platzieren - und die Situation ist entschärft.

Beispiel Fahrradampel in der Schmidener City 2007, Kreuzung Gotthilf-Bayh/Fellbacher Str.: Die Fahrradampel schaltet auf grün, ich fahre los Richtung Jakobstr. Gleichzeitig bekommen Autofahrer, die in die Fellbacher nach rechts einbiegen, ebenfalls grün. Vollbremsung, Hupkonzert, Gefluche, aber es ist noch glimpflich ausgegangen.
Die erste Intervention bringt nichts, erst nach dem zweiten, aufdringlichen Anruf wird die Beschwerde an die Polizei weitergegeben. Die Lösung war auch hier einfach: die Fahrradampel hat jetzt auch einen Pfeil nach rechts bekommen. Somit ist die Gefahr gebannt, dass Fahrräder und Autos - beide mit Grün - kollidieren.

Sicher, es ist nicht viel. Aber wenn wir einige Dinge beseitigen, die uns (und auch andere) jeden Tag plagen, dann ist schon etwas gewonnen. Und auch die Stadtverwaltung hat ein Interesse, auf die Wünsche ihrer Bürger einzugehen - sofern diese Wünsche sachlich, mit entsprechendem Nachdruck und an die richtige Stelle vorgetragen werden.

Tadeusz, am 18.12.2009

CO2-Rechner

Wollen Sie berechnen, wieviel CO2 Sie durch Ihren Lebensstil verursachen? Dann benutzen Sie den CO2-Rechner des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.
Der durchschnittliche Ausstoß liegt in Deutschland bei etwa 10 Tonnen/Jahr (USA: ca. 20 Tonnen). Er hängt maßgeblich vom Verkehrsverhalten, Ernährung und Wohnung zusammen.

Tadeusz, am 17.12.2009

Vom Moloch zur Vorzeigestadt

Ohne Paradigmenwechsel - weg von der Bevorzugung des Automobils - ist keine nachhaltige Lösung für das Verkehrschaos in Mexico-City möglich.
Der Bürgermeister wolle "aufräumen mit dem Paradigma Auto, Vorstadt, Shopping-Mall". Diese Lebensform gefährde "nicht nur das Klima, sondern zerstört auch die Gemeinschaft. Stattdessen will ich mehr öffentlichen Verkehr, Fahrräder, Fußgänger und Kinder auf der Straße."
Mehr im Spiegel.

Tadeusz, am 08.12.2009

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